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Concert flyer design

Loney Dear & Tom Cooney

02 juillet 2010

La première fois qu'on a vu Emil Svanängen aka LONEY DEAR, c'était à la Flèche d'Or à Paris, en 2006, coincé entre les bruyants JAI-ALAI SAVANT et des VOXTROT en plein début de hype, devant un public bavard et peu concerné, que le Suédois avait réduit au silence par la grâce d'un set court et émouvant, seul à la guitare. En plein dans le mille, Emil.
Depuis, au gré de ses six albums dont un Dear John de toute beauté sorti en 2009, on a découvert le talent d'Emil pour bâtir de savoureux et subtils mille-feuilles pop-folk.
Dans le cadre intime du 7ème Ciel, le jeune multi-instrumentiste offrit, à un public très attentif, une fort jolie soirée.

Entre BELLE AND SEBASTIAN et RYAN ADAMS, TOM COONEY ballade son spleen depuis son Australie natale jusqu'à nos nuits parisiennes. Sa musique évoque un idéal folk, obsédée par la mélodie, gorgée d'élégance et qui crée une dangereuse dépendance.
Découvert à Paris grâce à la West Country Session, en compagnie de JOSH T. PEARSON et H-BURNS, le garçon fut sélectionné pour les Victoires de la Musique australiennes.

Photos du concert

Tom Cooney - © Benoît Barnéoud Tom Cooney - © Benoît Barnéoud Tom Cooney - © Benoît Barnéoud Tom Cooney - © Benoît Barnéoud Loney Dear - © Benoît Barnéoud Loney Dear - © Benoît Barnéoud Loney Dear - © Benoît Barnéoud Loney Dear - © Benoît Barnéoud Loney Dear - © Guillaume Sautereau Loney Dear - © Benoît Barnéoud Tom Cooney - © Benoît Barnéoud

Chroniques

KONZERTTAGEBUCH

Beim Haldern Festival 2009 hatte ich Loney, Dear auch schon einmal gefragt, ob er bereit sei, bei einer privaten Veranstaltung, genauer gesagt meinen Oliver Peel Sessions, zu spielen. Knapp ein Jahr später tritt Emil Svanängen tatsächlich privat bei meinen Bekannten vom 7ème Ciel auf. Dennoch bin ich keine Spur neidisch, denn bei brütender Hitze war die dortige Dachterrasse einfach der perfekte Ort. In unserer Bude wären wir regelrecht erstickt und außerdem gilt der kölsche Spruch: "mer muss och jönne könne".

Auch daß sich Emil nicht mehr auf Anhieb an mich erinnern konnte, war zu verschmerzen, denn Musiker auf Tour treffen unzählige Menschen. Ansonsten war der Schwede wie immer: Offen, herzlich und nett. Mit seiner schelmischen Art hat er auch in Frankreich in den letzten Jahren viele Fans gewonnen und ein paar glückliche Wettbewerbsgewinner durften seine wunderbaren Songs heute aus nächster Nähe genießen. Ohne Mikro und Verstärker und auf Tuchfühlung zu den Zuhörern, spielte er sein Material in der abgespecktesten Form, die möglich ist. Nur ganz zart strich er über seine Gitarre und sang dazu leise aber eindringlich Klassiker wie I Am John, Saturday Waits, oder The Meter Marks OK. Natürlich ging es auch heute nicht ohne vereinzelte "nanana"- Singalongs ab und auch das Publikum wurde aufgefordert, sich summenderweise zu beteiligen, aber der weibliche Backgroundgesang fehlte.

Seine Freudin und Bandkollegin Malin war in Schweden geblieben und so mußte Emil ganz allein klarkommen. Er meisterte die Solonummer mit Bravour und verblüffte mich am meisten mit seiner akustischen Version von Under A Silent Sea, einem Lied, das auf dem letzten Album als elektropoppiger Diskostampfer daherkommt.. Ansonsten war ein nagelneues, noch unveröffentlichtes Stück zu vermelden, dem er den Arbeitstitel Albert gegeben hat.

Gegen Ende nahm er Wünsche entgegen. Na ja fast. Zumindest stellte er die Frage: "any requests?" in den Raum. Kess forderte ich Le Fever ("this is a tricky request, I can't play it"), The City, The Airport ("this is too tricky too") und I Fought The Battle Of Trinidad And Tobago , wurde aber jeweils auf ein anderes mal vertröstet.
Erst als ich mir Summers wünschte, glänzten seine Augen und er stimmte zu. Sinster In A State Of Hope, das von einem Mädchen im Publikum gefordert wurde, brachte er aber nicht mehr, stattdessen die abschließende Ballade Dear John.
Ich glaube jeder hier hätte noch ein paar Stunden zuhören können, aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist!

Emil ließ sich hinterher noch in Ruhe mit Fans abknipsen, signierte Alben, plauderte mit jedem ein wenig und fragte mich auch, ob wir morgen (heute) das Fußballmatch Deutschland gegen Argentinien zusamen anschauen sollen. Schließlich wußte er ja jetzt, daß ich Germane bin. Ich erinnerte ihn daran, daß er morgen um 17 Uhr einen Auftritt im Pariser Blumenladen Sol Y Flor habe und das Spiel um 16 Uhr beginne. Er guckte er ein wenig traurig und nachdenklich und meinte: "Oh, yes, you are right." Für Emil hätte ich glatt den Fußballmuffel, der in mir steckt zum Teufel geschickt und mit ihm gemeinsam das Match gesehen!

A propos Fußball. Der Schwede verpasste den schönen Support- Auftritt des Australiers Tom Cooney, denn er glotzte zu dieser Zeit im Wohnzimmer Ghana gegen Uruguay...

Oliver Peel

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